Über mich

 

Pferde waren mein Kindheitstraum.  Ich wurde 1960 in Ostberlin geboren – da gab es kaum Möglichkeiten, diesen Traum zu leben.

Erst als ich selber Kinder hatte, begann ich zu Reiten – mit viel Begeisterung und weniger Talent.  1992 zog ich in die Uckermark und ein Leben mit Pferden begann. Durch sie habe ich viel gelernt. Die Pferde halfen mir, Lebenskrisen zu überwinden. Den Kindheitstraum vom Leben mit Pferden hab ich verwirklicht. Und ich möchte anderen helfen, ihren Lebenstraum zu leben. Egal ob mit oder ohne Pferd.

Durch Therapien und Selbsterfahrungsseminare habe ich besser verstanden, was mein Leben geprägt hat. Hab gelernt, in eigenen Krisen mit oder ohne Unterstützung zu wachsen – auch wenn es sich immer wieder schlimm anfühlt.

Als Dipl. Sozialarbeiterin und Krankenschwester lernte ich Menschen in Lebenskrisen kennen, beschäftigte mich mit Beratungsarbeit, Mediation und Konfliktmanagement. Diese Erfahrungen und mein eigenes Lernen mit und durch die Pferde wollte ich verbinden. So machte ich eine Weiterbildung für Heilpädagogisches Begleiten mit Pferden bei Monika Brossard, organisiert durch die Lebenshilfe Bayern. Eine Wellnessmassageausbildung und die Weiterbildung zur psychologischen Beraterin folgte.

Aus meinem Hof wurde ein kleiner, therapeutisch orientierter Pferdehof. Menschen, die hierher kommen, haben neben der Beratungsmöglichkeit auch die Chance im Umgang mit den Pferden Erfahrungen zu machen, die auch in anderen Lebensbereichen wichtig sind.

Selber habe ich erlebt, das es nicht gut ist, in schweren Zeiten allein zu sein und wie gut es tut, das passende Unterstützung zu finden.  Durch diese eigenen Erfahrungen und gelerntes kann ich nun auch andere unterstützen.

Gerne begleite ich mit meinen Pferden Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg. Möchte ihnen gerade in schweren Zeiten nahe sein, helfen, einen neuen Blickwinkel auf ihr Leben zu bekommen. Auch Menschen, die nichts mit Pferden machen möchten sind hier willkommen. Ich dränge mich meinen Gästen nicht auf.  Wer vor allem die Ruhe in der Natur sucht, Urlaub machen möchte ist willkommen. Wer etwas anderes braucht und will, muss es mir sagen.

Inzwischen weiß ich, warum ich immer wieder Aussenseiterin unter Menschen bin und in bestimmten Situationen schnell meine Belastungsgrenze erreiche. Das Asperger-Syndrom (ein Bereich aus dem autistischem Spektrum) passt für mich. Meine Aspergerdiagnose half mir zu verstehen, was los ist und ich kann meine Grenzen jetzt viel besser akzeptieren. Ich habe viel gelesen, um mich über Aspergerbesonderheiten zu informieren, mich besser zu verstehen. Wer mehr darüber wissen will, sollte fragen.

Dasein Erlauben ist meine Lebensaufgabe – es mir erlauben, unter Menschen auch als Außenseiterin Da zu sein – und anderen hier erlauben Dazusein,  wie sie sind. Gemeinsam herausfinden, was das Dasein schwer macht, wie es besser gehen kann, mehr dem eigenen Wesen entsprechend… Das möchte ich gerne.

Durch mein Leben als sozusagen genetisch bedingte Außenseiterin hab ich mich immer bemüht, andere Menschen zu verstehen. Oft nehme ich  mehr Details wahr als andere Menschen und habe nicht so schnell ein fertiges – und teilweise oft falsches – Bild von anderen. So kann ich helfen, zu verstehen, was los ist – gerade  in Konfliktsituationen.  Ich stelle dabei oft eingefahrene Muster in Frage, bin für eine

Oberflächliche Gespräche, gerade in Gruppen verwirren mich eher – da wird so viel Unwichtiges erzählt. Die Themen wechseln schnell und ich komme mit dem Verstehen nicht hinterher. Im Beratungsgespräch ist das anders, da helfen  Aspergerbesonderheiten oft. Ich frage genauer nach, hab einen neuen Blickwinkel.

Verstehen, was los ist, das akzeptieren, nicht bewerten ist ein Ausgangspunkt für Veränderungen. Das kenne ich gut aus eigener Erfahrung. Meine Gäste können hier dasein, wie sie sind, mit ihren Möglichleiten  und Grenzen. Mit beidem bewusst umgehen lernen, sich und andere mit ihren Möglichkeiten und Grenzen akzeptieren – das ist kein leichter, aber ein guter Weg. Auf dem bin ich selber und kann so auch andere begleiten.

In den letzten Jahren habe ich auch gemerkt, das es mehr gibt, als es so oberflächlich scheint. Hab eine Art von Glauben daran wiedergefunden, der in keine der großen Religionen passt – die so oft eher einengen und intolerant gegen andere sind.

Ich bin es gewöhnt, hier alles eher allein zu machen und merke immer mehr, wie sehr ich mir was anderes, mehr Gemeinschaft, wünsche. Eine WG wäre denkbar. Nicht nur zum zusammen wohnen, sondern zum sich gemeinsam entwickeln.  Gemeinsam Träume leben, wachsen an den Alltagsschwierigkeiten, gemeinsam auch andere dabei unterstützen irgendwie.

Nicht mehr als ein Traum bisher.